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Mo. 21.04.2014 14:00
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Raiffeisen Super League
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4:2
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Pl.
Verein
Sp.
Pt.
01
FC Basel 1893
30
59
02
Grasshopper Club
30
55
03
BSC Young Boys
30
46
04
FC Luzern
30
45
05
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30
42
06
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30
42
07
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30
41
08
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30
34
09
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30
28
10
Lausanne-Sport
30
21
14.04.2013 | Caspar Marti
Der FCB schlägt den FCZ bei der Verabschiedung von Alex Frei mit 3:1

Im letzten Spiel von Alex Frei für den FC Basel 1893 kamen die Basler zu einem 3:1 (0:1)-Sieg gegen den FC Zürich.  Nach einer mittelmässigen ersten Halbzeit, in der die Zürcher durch Josip Drmic in der 25. Minuten Führung gingen, steigerten sich die Rotblauen im zweiten Durchgang merklich. Ausgerechnet Alex Frei gelang mit einem wunderschönen Freistoss aus rund 25 Metern der Ausgleich. In den letzten zehn Minuten konnte der FCB dann das Spiel für sich entscheiden. Zuerst traf Fabian Schär vom Elfmeterpunkt aus (86.), zwei Minuten später machte Salah mit dem 3:1 alles klar. Weiter geht es für den FCB am Mittwoch mit dem Cup-Halbfinal gegen den FC Sion (20.45 Uhr, Tourbillon, Sion).

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Vor dem Spiel standen Alex Frei bei seinem Abschied 107 Leute Spalier. Jede Person stand dabei für ein Tor, das Frei in seiner Karriere für den FCB geschossen hatte. Nach dem Spiel hätte es 108 Menschen gebraucht, die Frei ihre Aufwartung hätten machen müssen; denn der FCB-Goalgetter traf in seinem letzten Spiel noch einmal – und wie. Dem FCB war es nicht sonderlich gut gelaufen im ersten Durchgang. Die Zürcher waren präsenter und erspielten sich die besseren Torchancen. Eine dieser Chancen nutzte Josip Drmic nach 25 Minuten Spielzeit zum 1:0 für die Gäste. Wenig später hätte es gar noch schlimmer kommen können für den FCB. Aber Amine Chermiti traf bei seinem Abschluss wenig später nur die Torumrandung.

Die beste Chance in den ersten 45 Minuten hatte Valentin Stocker besessen, der nach einer Flanke Markus Steinhöfers zum Kopfball kam, der Ball landete aber in den Händen David da Costas. Nach dem Seitenwechsel baute der FCB dann Druck auf das Zürcher Tor auf und hatte zu Beginn geschätzte 80 Prozent Ballbesitz. Aus dem Spiel heraus wurde er aber immer noch nicht wirklich zwingend, und so benötigte es eben zum letzten Mal einen Alex Frei.  Die Nummer 13 traf zum letzten Mal für den FCB, mit einem Freistoss aus rund 25 Metern. Der Ball passte genau in die linke obere Ecke des Zürcher Tores. Da Costa war chancenlos, und applaudierte seinem Bezwinger sogar. Und auch FCZ-Trainer Urs Meier nannte es ein „schönes, herrliches Freistosstor“. Frei selber lag mit seiner Einschätzung wohl richtig, dass „das Freistosstor dem Spiel einen neue Dynamik verlieh“.

Auswechslung bei stehenden Ovationen

Dann wurde Frei in der 65. Minute bei stehenden Ovationen für Marco Streller ausgewechselt. Für ihn war damit das Kapitel Fussball als aktiver Spieler beendet, nicht aber für seine Mitstreiter, die auf dem Platz den Sieg suchten. Der FCZ machte es dem FCB aber nicht leicht, verteidigte gut und suchte in schnellen Konterangriffen sein Glück. Der FCB seinerseits suchte die Entscheidung mit einem starken Angriffsspiel, das die Zürcher aber geschickt kurz vor ihrem Strafraum zu stören wussten. Dass dann auch die Entscheidung in diesem Klassiker durch einen stehenden Ball fiel, entsprach daher einer gewissen Logik. Stocker konnte sich kurz vor Schluss durchsetzen, in den Zürcher Strafraum eindringen und wurde dort von Mathieu Beda zu Fall gebracht. Der österreichische Schiedsrichter Oliver Drachta zögerte keine Sekunde und deutete auf den Elfmeterpunkt. Fabian Schär, der neuerdings die Basler Penaltys schiesst, lief an und traf zum 2:1. So bot sich den Baslern in den Schlussminuten mehr Platz im Angriff, dies nutzte der eingewechselte Mohamed Salah aus und traf noch zum 3:1.

Auch FCB-Trainer Murat Yakin anerkannte nach dem Spiel die starke Leistung der Gäste: „Der FCZ hat es uns heute sehr schwer gemacht. Ich muss ihm ein Kompliment machen, wir fanden fast keine Räume um Torchancen zu kreieren. Ich danke Alex Frei für alles, was er für den FCB gemacht hat, und dass er uns heute auf die Siegesstrasse geschossen hat.“
Alex Frei verabschiedete sich mit den Worten: „Das Kapitel Spieler ist für mich nun abgeschlossen, jetzt freue ich mich auf einen neues Kapitel.“ Doch wie bei seiner Auswechslung, als seine Mitstreiter weiterspielten, ist es lediglich ein Kapitel, das für Alex Frei beendet ist. Für den FCB geht es nämlich bereits in der nächsten Woche weiter, mit dem Cuphalbfinal in Sion. 


Das Telegramm:

FC Basel 1893 – FC Zürich 3:1 (0:1)
St. Jakob-Park. 32‘328 Zuschauer. – Oliver Drachta (Österreich).
Tore: 25. Drmic 0:1. 55. Alex Frei 1:1. 87. Schär 2:1 (Foulpenalty). 88. Salah 3:1.

FC Basel: Sommer; Steinhöfer, Schär, Dragovic, Voser; David Degen (76. Salah), Cabral, Diaz, Stocker; Bobadilla (55. Zoua), Alex Frei (65. Streller).

FC Zürich: da Costa; Philippe Koch (87. Jahovic), Djimsiti, Raphael Koch, Benito; Beda; Mariani, Buff, Kukuruzovic (74. Chiumento), Drmic; Chermiti (65. Brunner).

Bemerkungen: Basel ohne Ajeti (verletzt) und Serey Die (gesperrt). Zürich ohne Gajic, Kukeli, Schönbächler (alle verletzt), Chikhaoui (krank) und Gavranovic (gesperrt). Ersatzbank Basel: Philipp Degen, Fabian Frei, Salah, Sauro, Streller, Vailati und Zoua. Restliche Spieler ohne Aufgebot. – Verwarnungen: 37. Schär (Foul). 38. Chermiti (Foul). 86. Beda (Foul).- 36. Lattenschuss Chermiti.

 


Alex Frei, bei seiner Verabschiedung, vor seinem letzten einsatz in Rotblau.


Bei seinem letzten Spiel für den FCB lief Alex Frei als Captain auf.

 


Raúl Bobadilla spielte zum ersten Mal von Beginn weg für die Basler.

 

(Fotos: Sacha Grossenbacher)