FC Basel 1893
11 Superlative – mit Yannic Hess
MI, 08.04.2026
Yannic Hess ist beim FC Basel 1893 seit Januar 2022 als Spielanalyst für die 1. Mannschaft tätig, seit 2024 hat er die Funktion Leiter Spielanalyse inne. Er ist unser erster Interview-Partner der neuen Serie «11 Superlative», in der wir in regelmässigen Abständen Menschen im und um den FCB mit elf speziellen Fragen etwas besser kennenlernen wollen.
Yannic Hess ist 32 Jahre alt, in Freiburg im Breisgau geboren, aufgewachsen und hat dort auch sein Abitur gemacht. Danach studierte er in Karlsruhe Sportwissenschaften (Bachelor) und in Köln Spielanalyse (Master). Selber Fussball gespielt hat Yannic Hess in der U15 bis U17 beim SC Freiburg und im Aktivbereich in verschiedenen Vereinen der Landes- und Verbandsliga.
Bevor Hess im Januar 2022 zu Rotblau wechselte, hatte er verschiedene andere Stationen im Fussballgeschäft durchlaufen: Sein Weg führte ihn ab 2015 über ein Praktikum beim Karlsruher SC (Zertifizierung des Nachwuchsleistungszentrums) und eine Anstellung beim SV Mörsch (Koordinator Spielanalyse) zum Deutschen Fussballbund, wo er als Assistent eines Kurses für International Coaching arbeitete. Von 2017 bis 2021 war er bei der TSG Hoffenheim als Spielanalyst tätig, bevor er dann zum FCB stiess.
Deine schönste Kindheitserinnerung?
Ein Fussball-Turnier mit meinem Heimatverein, dem SC March. Es war ein Finaltag gegen die besten Mannschaften einer Saison aus der Region. Wir hatten eine überragende Mannschaft, unter anderem mit meinem Freund und Weltmeister Matthias Ginter. Vier Spiele, Vier Siege, Meistertitel. Ich konnte in vier Spielen neun Tore beisteuern.
Dein schönstes Erlebnis beim FCB?
Definitiv der Gewinn des Meistertitels im vergangenen Sommer. Bereits der 5:2-Sieg in Lugano trotz Unterzahl, der Shaqiri-Hattrick binnen neun Minuten, die Feier danach und der Empfang der Fans auf dem Barfi – ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.
Darin bist du am schlechtesten?
Vermutlich kann meine dreijährige Tochter bereits besser zeichnen und malen als ich 😊.
Dein perfekter Tag?
Mit dem FCB nochmals einen Titel gewinnen und anschliessend zusammen auf den Barfi.
Dein schönstes Ferienerlebnis?
Eine Reise von New York durch die Everglades bis nach Miami.
Der beste Spieler, den du je live gesehen hast?
Ich habe Davide Callà gesehen. Der war es nicht 😉.
2007 durfte ich Lionel Messi live im Länderspiel Schweiz – Argentinien im St. Jakob Park erleben. Messi zeigte seine unglaublichen Qualitäten. Die Schweiz konnte sich jedoch ein 1:1-Unentschieden erkämpfen.
Darin bist du am besten?
Vorausschauendes Arbeiten, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und in Drucksituationen kühlen Kopf zu bewahren. Beispielsweise kann es in der Halbzeitpause unübersichtlich werden, da das Trainerteam innerhalb kürzester Zeit die richtigen Weichen für einen positiven Spielverlauf stellen muss. Hier bereite ich mich auf alle möglichen Szenarien vor und versuche so Struktur und Ruhe in die Situation zu bringen. Auch wenn einmal die Technik in einem Team-Meeting ausfällt, habe ich meist eine Lösung parat.
Das nervigste Geräusch?
Baulärm im Büro, während ich unsere Spiele analysieren möchte…
Dein grösster Fehlkauf?
Ich habe die Eigenart, genau zu überdenken, ob ich etwas benötige oder nicht. So habe ich mir einige Fehleinkäufe erspart. Es gibt allerdings das eine oder andere nervtötende Spielzeug meiner Kinder, dessen Kauf ich bereue.
Dein Lieblingsfilm?
Ich schaue in meiner Freizeit selten Filme, Fernsehen oder Serien. Ein Film, den ich mir aber immer wieder gerne anschaue, ist „Ziemlich beste Freunde“.
Welches Schulfach mochtest du am wenigsten?
Geschichte. Ich habe keine grundsätzliche Abneigung dagegen, habe jedoch einen Lehrer erwischt, der versucht hat, seine Inhalte möglichst kompliziert zu vermitteln.