1. Mannschaft

Der FCB trennt sich per sofort von Stephan Lichtsteiner

Mi, 09.09.2026
Nach sieben Meisterschaftsrunden und zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge hat sich die sportliche Leitung des FC Basel 1893 zu einem sehr schwierigen Entscheid durchgerungen: Weil die in den vergangenen Wochen und Monaten angestrebten Entwicklungen und Verbesserungen in der täglichen Führung und Weiterentwicklung der Mannschaft nicht wie erwartet eingetreten sind, sieht sich der Club gezwungen, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Stephan Lichtsteiner per sofort zu beenden. Bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers übernimmt Assistenztrainer Luigi Nocentini ad interim die Verantwortung für die erste Mannschaft.

Die Trennung fällt dem Club trotz zuletzt unbefriedigenden sportlichen Auftritten nicht leicht. Gleichzeitig muss sich der FC Basel 1893 selbstkritisch eingestehen, dass die Hoffnungen, die mit einem Projekt verbunden waren, das in einer sportlich schwierigen Situation begann und von Anfang an mit gewissen Risiken behaftet war, letztlich nicht erfüllt werden konnten. Der Club möchte Stephan Lichtsteiner an dieser Stelle ausdrücklich dafür danken, dass er in einer herausfordernden Phase Verantwortung übernommen und sich dieser Aufgabe mit grossem Einsatz sowie akribischer Arbeit gestellt hat.

Verwaltungsratspräsident David Degen: «Trotz der enttäuschenden Rückrunde der vergangenen Spielzeit habe ich Stephan Lichtsteiner und seinem Trainerteam am Ende der Saison das volle Vertrauen ausgesprochen. Die sportliche Leitung und insbesondere auch ich selbst glaubten an das langfristige Projekt und waren von den Fähigkeiten Lichtsteiners überzeugt. Gleichzeitig war dieses Vertrauen aber mit der Erwartung verbunden, dass mittelfristig eine klare sportliche Weiterentwicklung und eine sichtbare Aufwärtstendenz erkennbar werden. Diese Aufwärtstendenz sahen wir in den vergangenen Wochen leider nicht und es fehlte der Glaube, dass sich dies innert nützlicher Frist ändert. Es tut mir auch persönlich sehr leid, dass unser gemeinsames Vorhaben nicht die gewünschte positive Entwicklung nahm.»

Nach sieben gespielten Runden mit drei Niederlagen in vier Heimspielen erscheint das Risiko eines sportlichen Rückschritts und einer negativen Tabellendynamik letztlich zu gross.

Der FCB bedauert diesen Entscheid, wie einleitend bereits betont, sehr. Das Ziel, das langfristige Projekt erfolgreich weiterzuführen, blieb bis zuletzt bestehen. Auf dem Weg zu langfristigem Erfolg müssen jedoch auch wichtige Zwischenziele erreicht werden. Diese konnten seit Jahresbeginn nicht in dem Ausmass erfüllt werden, in welchem sich der Club dies erhofft hatte. Gemeinsam mit Stephan Lichtsteiner verlässt auch Assistenztrainer Mario Cantaluppi den FCB – auch bei ihm bedankt sich der Club sehr für den Einsatz zugunsten von Rotblau.

Bis der Nachfolger für Stephan Lichtsteiner präsentiert werden kann, verzichtet der Club auf eine Medienkonferenz. Auch die geplante Vorschau auf das Spiel gegen den FC Luzern vom Freitag entfällt. 

Valentin Stocker, Sportlicher Leiter der 1. Mannschaft, wird den Medienschaffenden im Rahmen des Luzern-Spiels für weitere Auskünfte zur Verfügung stehen.