1. Mannschaft
Slavisa Jokanovic wird neuer FCB-Cheftrainer
Fr, 25.09.2026
Der FC Basel 1893 verpflichtet Slavisa Jokanovic als neuen Cheftrainer bis zum Ende der Saison. Der 58-jährige serbisch-spanische Doppelbürger war zuletzt beim Al-Nasr SC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. Zu den Stationen seiner Trainerkarriere zählen unter anderem der FC Watford, der Maccabi Tel Aviv FC und der Fulham FC. Der bisherige Assistenztrainer und aktuelle Interimstrainer Luigi Nocentini verlässt den Club.
Slavisa Jokanovic eilt der Ruf voraus, Mannschaften auch in schwierigen Situationen rasch stabilisieren und erfolgreich weiterentwickeln zu können. In der Saison 2014/15 übernahm er den FC Watford während der laufenden Spielzeit, führte das Team zu mehr Stabilität und schaffte mit attraktivem Offensiv-Fussball den Aufstieg in die Premier League. Auch bei Fulham FC stellte er seine Qualitäten unter Beweis: Nach der Übernahme in der Saison 2015/16 sicherte er dem Club zunächst den Klassenerhalt in der zweithöchsten englischen Liga, ehe ihm in der Saison 2017/18 der Aufstieg in die Premier League gelang. Als Spieler stand Jokanovic unter anderem für Deportivo La Coruña oder den FC Chelsea unter Vertrag.
Und auch mit dem FC Basel 1893 hatte Jokanovic bereits Berührungspunkte: Als Cheftrainer von Maccabi Tel Aviv setzte er sich in der Saison 2015/16 in den Play-offs zur UEFA Champions League gegen Rotblau durch und qualifizierte sich somit für die Gruppenphase.
Technischer Direktor Andreas Herrmann sagt: «Slavisa Jokanovic zeichnet sich durch seinen Pragmatismus, seine Anpassungsfähigkeit und seine Gabe aus, sich schnell in bestehende Kaderstrukturen einzuarbeiten. Er versteht es, seinen offensiv ausgerichteten Spielstil innert kurzer Zeit zu vermitteln und hat in seiner Karriere mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften rasch stabilisieren und weiterentwickeln kann. Im Evaluationsprozess hat er die Herausforderungen unserer aktuellen Situation sofort erkannt und uns von Beginn weg ein sehr gutes Gefühl vermittelt.»
Sportlicher Leiter 1. Mannschaft, Valentin Stocker: «Mit Slavisa Jokanovic konnten wir einen Trainer gewinnen, der in seiner Karriere immer wieder bewiesen hat, wie man Mannschaften in schwierigen Situationen zurück in die Erfolgsspur führt. Seine Erfahrung, seine Klarheit und die positiven Entwicklungen, die seine Teams innerhalb kurzer Zeit genommen haben, waren für uns die entscheidenden Faktoren, weshalb wir ihm unser Vertrauen schenken. Gleichzeitig gilt mein Dank auch Luigi Nocentini, der in den vergangenen Jahren mit grossem Engagement gearbeitet und die Mannschaft in jeder Situation bestmöglich unterstützt hat.»
Slavisa Jokanovic sagt: «Der FC Basel ist eine Top-Adresse im internationalen Fussball. Die aktuelle Situation stellt für mich eine spannende und anspruchsvolle Herausforderung dar, die ich mit grosser Motivation annehme. Bei meiner Analyse habe ich den Eindruck gewonnen, dass das vorhandene Kader über enormes Potenzial verfügt und bessere Leistungen zeigen kann, als dies zuletzt der Fall war. Nun gilt es, gemeinsam mit meinem Staff an den richtigen Stellschrauben zu drehen, damit dieses Potenzial auch auf dem Platz sichtbar wird. Ich freue mich sehr darauf, die Mannschaft nächste Woche kennenzulernen.»
Neben Jokanovic stossen auch Jovan Damjanovic und Goran Vukovic als Assistenztrainer zum FC Basel 1893. Zudem ergänzt Aleksandar Jankovic das bestehende Athletikteam.
Verlassen wird den Club hingegen Luigi Nocentini. Der 37-jährige Italiener war im Sommer 2024 zum FC Basel 1893 gestossen und gehörte zum Trainerstab, der die Mannschaft zum sensationellen Double im Sommer 2025 führte. Da Nocentini nicht über die erforderlichen Trainerlizenzen verfügt, kam er für die Nachfolge auf der Position des Cheftrainers nicht infrage.
Der FC Basel 1893 heisst Slavisa Jokanovic sowie die neuen Mitglieder seines Trainerstabs herzlich am Rheinknie willkommen und bedankt sich bei Luigi Nocentini für seinen grossen Einsatz in den vergangenen zwei Jahren. Für seine berufliche und private Zukunft wünscht ihm der Club alles Gute.