Schweizer Cup

Der FCB startet im Jura in den Cup

Fr, 14.08.2026
In der ersten Runde des Schweizer Cups führt der Weg des FC Basel 1893 in den Jura. Rotblau trifft am Samstag, 15. August 2026, auswärts auf den FC Courtételle aus der 1. Liga (16.00 Uhr, Centre Sportif, live auf im Stream auf srf.ch). Die Gastgeber haben am Donnerstag etwas überraschend ihren Cheftrainer entlassen.

Das sagt Stephan Lichtsteiner vor dem Spiel beim FC Courtételle:


«Ich habe grossen Respekt vor dem Wettbewerb und unserem Gegner, dieser hat Qualitäten und wird leidenschaftlich kämpfen. Unser Fokus liegt ganz klar auf dem Samstag, da es dann um einen Titel geht, den wir gewinnen wollen.»

«Ich glaube nicht, dass der Trainerwechsel beim FC Courtételle einen grossen Einfluss auf dessen Spielweise hat. Die Interimstrainer werden wohl mit dem gleichen System antreten, die Spieler sind auch dieselben wie zuvor. Ich kenne die Hintergründe für den Wechsel nicht. Aber unser Fokus liegt sowieso in erster Linie auf uns.»

«Wir gehen mit der bestmöglichen Mannschaft auf den Platz. Das Cupspiel ist eine Aufgabe, um zu wachsen. Es ist ein guter Charaktertest, auch wenn die Affiche auf dem Papier vielleicht nicht so spektakulär daherkommt.»

«Wir sind im Austausch mit der Nachwuchsabteilung wegen der Belastungssteuerung für die zwei Spiele am Wochenende. Wir werden nach dem Spiel in Courtételle, das Priorität hat, weiterschauen. Das Spiel am Sonntag ist eine tolle Bühne für die jungen Spieler und möglicherweise eine Motivation für sie, alles dafür zu geben, um auf ein hohes Level zu kommen.»

Die Personalsituation:


Neben dem verletzten Kaio Eduardo fehlen am Wochenende auch einige angeschlagene Spieler: Gabriel Sigua hat immer noch Schmerzen im Oberschenkel, Coleen Louis Probleme mit dem Innenband und Djordje Jovanovic plagen Rückenschmerzen. Auch Jonas Omlin fällt weiterhin aus und ist noch nicht im Mannschaftstraining. Für die Cupspiele ist aber sowieso Mirko Salvi vorgesehen.

Die Situation beim FC Courtételle:


Etwas überraschend entliessen die Jurassier am Donnerstag Cheftrainer Vittorio Bevilacqua. Er hatte das Team erst zu Beginn dieser Vorbereitung übernommen. Als Grund dafür wurde angeführt, dass «die Ruhe in der Mannschaft gewahrt werden soll», kommentiert wird dieser Entscheid nicht vor dem kommenden Montag. Das Resultat im bisher einzigen Meisterschaftsspiel, das der FC Courtételle bestritten hat, dürfte wohl keine Rolle gespielt haben. Dieses endete am letzten Sonntag mit einem 0:0 gegen den FC Wohlen. Bevilacquas Platz nehmen für dieses Cupspiel Stéphane Léchenne und David Inguscio ein. Letzterer ist für Rotblau ein Altbekannter, war er doch zwischen 2008 und 2014 Torwarttrainer in der FCB-Nachwuchsabteilung.

Der FC Courtételle ist trotz der geografischen Nähe erst der zweite Gegner aus dem Kanton Jura, auf den der FCB trifft. Bisher gab es Duelle in Cup und Meisterschaft mit die SR Delémont. Zwar traf Rotblau in Pflichtspielen auch schon dreimal auf den FC Porrentruy (im Cup 1949, 1959 und 1963) und auch viermal auf den FC Moutier (im Cup 1958 und 1989, in der Meisterschaft in der Saison 1966/67), die Gemeinden gehörten damals aber noch zum Kanton Bern – wie auch bei allen Begegnungen bei Testspielen gegen diese Gegner.

Übrigens: Fast auf den Tag genau 33 Jahre vor dem Duell am Samstag standen sich mit Mario Cantaluppi sowie David Inguscio und Stéphane Léchenne drei Mitglieder der aktuellen Trainerstaffs des FCB und des FC Courtételle in einem Meisterschaftsspiel zwischen der SR Delémont und dem FCB gegenüber.

Wer die Partie vor Ort erleben will, kann sich hier noch Tickets im Gästesektor sichern.
David Inguscio im Jahr 2013, als er noch Torhütertrainer beim FCB-Nachwuchs war. Jetzt trainiert interimsweise zusammen mit Stéphane Léchenne den FC FCourtételle.