FCB-Frauen

Wie geht’s eigentlich Tyara Buser?

Mi, 21.10.2026
Tyara Buser, Stürmerin der FC Basel 1893 Frauen, plagten seit längerem Probleme am rechten Oberschenkel, die am 11. September eine Operation an der Sehne der Beinbeugemuskulatur erforderlich machten. Seither fehlt die 26-jährige Stürmerin dem Team von Trainerin Danique Stein verletzungsbedingt. Wir haben Tyara Buser zum Interview getroffen und nachgefragt, wie es ihr geht.

Tyara, wie geht es dir, was ist der aktuelle Stand bei deiner Reha?

Tyara Buser: Mir geht es schon viel besser als vor der Operation. Einen so grossen und schnellen Effekt hätte ich nicht erwartet, vor allem im Alltag merke ich einen ziemlichen Unterschied. Die Operation hat, Stand jetzt, wirklich etwas gebracht. Nun bin ich in der Physiotherapie, wo durch Massagen die Narbe und das umliegende Gewebe langsam gelöst werden. Zudem geht es nun auch in Richtung Belastungsaufbau. Joggen und dergleichen darf ich aber noch nicht.

Wann sieht man dich wieder auf dem Platz, kannst du da eine Prognose abgeben?

Das ist immer schwer zu sagen, vor allem, weil ich im November noch eine zweite Operation an der rechten Schulter vor mir habe. In letzter Zeit habe ich mir diese sehr oft ausgekugelt. Es machte Sinn die beiden Eingriffe zu kombinieren, so falle ich nur einmal aus. Ich hoffe deshalb, dass ich im März wieder spielen kann. Damit wäre ich ungefähr bei den Playoff-Spielen wieder dabei.

Du gehörst zu den erfahrenen Spielerinnen, den Leaderinnen. Wie kannst du dem Team in der aktuellen Situation am besten helfen?

Wir haben einen sehr guten Teamzusammenhalt und sehen uns regelmässig, auch wenn ich nicht auf dem Platz dabei sein kann. Manchmal besuche ich das Team im Training oder wir treffen uns auf einen Kaffee und sprechen dann über alles Mögliche. Momentan muss ich sie ein wenig aufmuntern, sie wissen aber alle, dass ich immer da bin, wenn etwas ist. Ich habe mit dem FCB schon einiges erlebt. Dass wir uns nun in einer schwierigen Phase befinden, gehört ebenfalls zum Fussball dazu und ist kein Grund, unruhig zu werden. 

Im Alter von 15 Jahren hast du im Fanionteam der FC Basel 1893 Frauen debütiert. Wie hast du die Entwicklung des Frauenfussballs seither miterlebt?

Es gab eine Zeit, in der wir einen Riesensprung machten. Statt um 19.00 Uhr abends trainierten wir plötzlich am Morgen oder am Nachmittag. Das war eine grosse Umstellung. Plötzlich hatten wir bessere Trainingsplätze und generell verbesserte Bedingungen. Auch die Kabine wurde umgebaut. Da kam vieles zusammen, was natürlich sehr positiv war. In den vergangenen Jahren waren die Veränderungen nicht mehr ganz so gross. Eine Ausnahme ist, dass wir öfter im Joggeli spielen dürfen, was für uns natürlich super ist.

Du bist ein Basler Urgestein und ein Gesicht des Basler Frauenfussballs. Wie gehst du mit dieser Rolle um?

Ich möchte vor allem für die jungen Spielerinnen aus der Region ein Vorbild sein. Ich denke auch, dass mir das gut gelingt. Ich möchte ihnen zeigen, dass man aus Basel kommen und auch in Basel professionellen Fussball spielen kann. Und dass es sich lohnt, Gas zu geben. Auch Mädchen aus der Region können diesen Weg schaffen.

Am Freitag, 30. Oktober tragt ihr den Klassiker gegen den FC Zürich im St. Jakob-Park aus, was bedeuten dir diese Spiele im Joggeli?
 
Es ist eine ganz andere Atmosphäre und wir fühlen uns im Joggeli mehr gesehen, als wenn wir im Leichtathletikstadion spielen. Es kommen auch immer viel mehr Menschen, die uns zuschauen. Für uns ist es eine Riesenfreude, in diesem grossartigen Stadion auflaufen zu dürfen. Und natürlich hat auch der Rasen einfach nochmal eine andere Qualität. Die Vorfreude ist jedes Mal riesig, deshalb wäre es für uns ein noch grösseres Highlight, wenn gegen den FCZ so viele Fans wie möglich ins Joggeli kommen und uns lautstark von den Rängen aus unterstützen.